Kurt Cobains letzte Tage werden auf die Opernbühne gebracht

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Fast auf den Tag genau vor 28 Jahren starb Kurt Cobain. Mit dem Neil-Young-Zitat „It’s better to burn out than to fade away“ verabschiedete er sich damals in einem Brief von der Welt. Nun werden die letzten Tage im Leben der Grunge-Ikone auf die Opernbühne gebracht. Grundlage bildet das von Gus Van Zant verwirklichte Drama „Last Days“, dessen fiktive Geschichte durch die ersten Apriltage des Jahres 1994 inspiriert wurde.

Komponist des Royal Opera House ist Nirvana-Jünger

Wie die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtet, wird mit dem Royal Opera House in London eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt die Adaption des 2005 erschienenen Films verantworten. Vertont wurde das Stück von dem erst 32-jährigen promovierenden Gastkomponisten der Spielstätte Oliver Leith. Als Cobain sich am 5. April 1994 in den Kopf schoss, war der zwar erst vier Jahre alt – allerdings ist der klassische und elektronische Musiker ein großer Nirvana-Fan. Dem „Guardian“ sagte er, dass Cobains Narrativ „eine archetypische Geschichte“ für Opern bilde. Zudem habe die Filmvorlage „Last Days“ das Ende des Sängers nicht sensationalisiert.

Stück taucht „in die Qualen ein, die einen modernen Mythos geschaffen haben“

Das Libretto, also der Text der Oper zu „Last Days“, stammt von Matt Copson, der auch gemeinsam mit Anna Morrissey Regie führen wird. Im Oktober wird das Stück in dem für 394 Plätze ausgelegten Linbury Theatre des „ROH“ uraufgeführt. In einer Erklärung der Bühne heißt es, die Oper tauche „in die Qualen ein, die einen modernen Mythos geschaffen haben“. Der an Cobain angelehnte Protagonist Blake werde „von Objekten, Besuchern und Erinnerungen heimgesucht, die ihn von seinem wahren Ziel ablenken – der Selbstzerstörung“.

Bis zu 394 Menschen finden hier Platz: Das Linbury Theatre des Royal Opera House

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