Kurz & Live


Ihren Platz als bester HipHop-Live-Act kann den Roots derzeit lediglich Common streitig machen. Bei seiner Performance in München stellte Erykah Badus Lebensgefährte mit seiner brillanten Band die Musik der Electric Circus-LP in den Mittelpunkt und verzichtete weitgehend auf Klischees: So duldete er weder exzessive Funk-Jams noch hirnlose „Say Yo-Ho“-Animationen und beschränkte den gelegentlichen Griff in den Schritt darauf, die Jogginghose vor dem Absturz zu bewahren. Wegweisend wie das neue Album (LIN)

Loud is the new loud: Einst als die neuen Softmäuse gehypet, wollen die Turin Brakes dieser Tage ihr Recht auf Gerocke einklagen. So vehement, dass sie in München mit fetter Band im Rücken sogar vom Rumsitzen auf Barhockern absahen (bis auf Gale Paridjanian, der nur zwei Songs stehend durchhielt). Okay war’s, aber auf die Dauer eben auch etwas beliebig. Gerocke-Auftischer gibt’s halt schon so viele. (JOLS)