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Luis Ake huldigt mit „Ein schöner Traum“ dem Glück

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Luis Ake hat in den ersten Frühlingstagen mit „Ein schöner Traum“ eine neue Single im Zeichen des Glücks veröffentlicht. Mit dem Stück verhandelt er das Gefühl, im Liebesrausch irgendwo zwischen Himmel und Erde zu verweilen. Das adäquate Sinnbild: eine Wolke, die sich auch als Topos durch das Musikvideo zieht.

Der Musiker erklärt die Metapher so: „Glück ist anders als Traurigkeit nur schwer zu greifen oder festzuhalten. Für mich ist eine Wolke das perfekte Sinnbild dafür. Sie schwebt über uns hinweg, ist immer in Bewegung und damit unmöglich zu greifen.“

Luis Ake

Musikvideo zeigt unterschiedliche Perspektiven auf das Glück

Weil im Video verschiedene Interpretationen und Schattierungen des Glücks gezeigt werden sollten, fragte der Musiker zwölf Kunstschaffende, ob sie eine 15-Sekunden-Sequenz zum Video beisteuern – darunter Schriftsteller und Messer-Sänger Hendrik Otremba, Fotografin Tereza Mundilová und Regisseur Adam Gräbedünkel. Offenlegung: In der von Gräbedünkel entworfenen Sequenz ist auch der küssende Autor dieses Textes zu sehen.

Für Luis Ake ist das Konzept des Musikvideos auch eine Auseinandersetzung mit dem Einfluss der digitalen Welt auf das menschliche Gemüt:

„Ich habe im Zuge dieses Liedes viel über dem Moment des Glücks nachgedacht. Auch über seine Zeitlichkeit. Instagram diktiert uns zum Beispiel, dass ein Glücksmoment fünfzehn Sekunden lang andauert. Das finde ich sehr spannend. Das ganze ist weniger eine Kritik, als der Versuch, ob fünfzehn Sekunden wirklich eine gute Zeiteinheit für einen Moment sind.

Stück entstand in den Vogesen in Frankreich

Aufgenommen und produziert wurde das Stück von Minneapolis-Sänger und Dagobert-Produzent Konrad Betcher in den Vogesen in Frankreich. Betcher bezeichnet die Zusammenarbeit als „sehr progressiv und fokussiert“, und weiter: „Luis weiß ja vom Sound her sehr gut, was er will. Das macht dann Bock – dieses 80er-, Anfang-90er-, New-Order-, Pet-Shop-Boys-, Grönemeyer-Gefühl.“

Luis Ake veröffentlichte 2019 sein Debüt-Album BITTE LASS MICH FREI auf Mansion & Millions. Die Stücke jener Platte waren noch von Herzschmerz geprägt. Der Song „Circus der Ratten“ landete damals in der ME-Best-New-Artists-Playlist. Ake bezeichnet sich selbst als Schlagersänger, die Stücke erinnern aber auch immer wieder an die Neue Deutsche Welle, Synth-Pop und enthalten Spuren von Rap und elektronischen Club-Klängen. Mit „Ein schöner Traum“ umarmt der Musiker, der fast immer in Anzügen zu sehen ist, nun den 80s-Pop der großen Geste.

 

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