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Michael Jackson: Klage gegen seine Nachlassverwaltung erneut abgelehnt

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Der australische Choreograf Wade Robson reichte bereits 2013 eine Klage gegen die Nachlassverwaltung von Michael Jackson ein, doch diese wurde nun erneut von dem Obersten Bezirksgericht in Los Angeles abgelehnt. Robson behauptet, als Kind von Michael Jackson fast zehn Jahre lang missbraucht worden zu sein. Jacksons Unternehmen „MJJ Productions“ und „MJJ Ventures“ warf er vor, aktiv weggesehen und damit missbräuchliches Verhalten begünstigt zu haben.

Jacksons Nachlassverwaltung, welches auch die beiden Unternehmen „MJJ Productions“ und „MJJ Ventures“ leitet, betonte hingegen, dass sie Robson keine gesetzliche Verpflichtung schuldeten und auch nicht in der Lage waren, Jacksons Verhalten zu kontrollieren. Dem stimmte Richter Mark A. Young nun zu, der seine Entscheidung unter anderem so erklärte: „Es gibt keine Beweise für die Behauptung des Klägers, dass die Angeklagten die Kontrolle über Jackson ausgeübt haben.“

Keine Beweise für Fehlverhalten der Angeklagten, so der Richter

Und weiter: „Die Beweise zeigen zudem, dass die Angeklagten keine rechtliche Fähigkeit hatten, Jackson zu kontrollieren, da Jackson das vollständige Eigentum an den angeklagten Unternehmen hatte. Ohne Kontrolle gibt es keine besondere Beziehung oder Pflicht zwischen den Angeklagten und dem Kläger. Darüber hinaus gibt es keine Beweise für Fehlverhalten der Angeklagten.“

Robsons Klage wurde bereits im Dezember 2017 abgewiesen, doch Anfang 2020 konnte sie von einem Berufungsgericht wieder aufgenommen werden, da Kalifornien ein Gesetz erlassen hatte, das das Alter, bis zu dem Personen sexuelle Übergriffe gegen Dritte geltend machen müssen, von 26 auf 40 Jahre verlängerte.

Jacksons Anwälte schießen in Statement gegen Robson

Jacksons Anwälte – Howard Weitzman und Jonathan Steinsapir – erklärten nun in einem Statement gegenüber „The Hollywood Reporter“: „Wade Robson hat die letzten acht Jahre damit verbracht, leichtfertige Ansprüche in verschiedenen Klagen gegen Michael Jacksons Nachlass zu verfolgen. Robson hat fast drei Dutzend Aussagen gemacht und Hunderttausende von Dokumenten geprüft und vorgelegt, um seine Behauptungen zu beweisen. Ein Richter hat jedoch erneut entschieden, dass Robsons Behauptungen überhaupt keinen Wert haben.“

Vince Finaldi – Anwalt von Wade Robson – droht nun mit einem Berufungsverfahren und sagte, dass er den Rechtsstreit zur Not auch bis zum Obersten Gerichtshof bringen würde. Robson, der mit seinen Vorwürfen erst im Jahr 2012 an die Öffentlichkeit ging, sagte 2005 in einem Prozess unter Eid aus, dass Michael Jackson ihm nie etwas angetan hatte. Detailliert besprochen wird der komplizierte Fall in der vierstündigen Dokumentation „Leaving Neverland“.


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