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Musikalische Energie muss raus: Regisseur Steven Spielberg spielt Klarinette

Ein Trauma habe ich noch nicht überwunden. Als Kind wollte ich unbedingt in ein schwarzes Holzinstrument blasen und quietschende Geräusche von mir geben. Aus einer schrillen Aneinanderreihung von Tönen wurde ein mehr oder weniger warmer Sound und einfache Jazz-Songs ließen sich aus meiner 100-Euro-Klarinette vernehmen. Aus einer freiwilligen Entscheidung damals am Musiktag auf dem Flur meiner Schule wurde ein unglaublicher Zwang, aus dem ich sechs Jahre lang zu entfliehen versuchte. Während ich dann doch lieber auf ein Schlagzeug gehauen hätte, stellte sich für Steven Spielberg die Entscheidung für das zylindrische Musikinstrument offensichtlich als die richtige heraus.

Der 1946 geborene, weltbekannte Filmemacher beherrscht seine Klarinette nämlich so gut, dass er unter anderem den Soundtrack zu „Firelight“ selbst komponierte. Der Science-Fiction-Film ist Spielbergs erster Langfilm, kam 1964 heraus und spielte genau einen US-Dollar Gewinn ein. Spielberg höchstpersönlich zählte damals die Ticketverkäufe nach. Das Budget betrug damals ja auch nur 500 US-Dollar. Was Spielberg folglich in erster Linie dazu bewegte, Songschreiber zu werden, war vermutlich bloßer Geldmangel. Heute sind übrigens nur noch etwas über drei Minuten Film der ursprünglich 140 Minuten übrig, der Rest ging verloren und „Firelight“ werden wir nie komplett zu Gesicht bekommen.

Hier könnt Ihr die erhaltenen 3:49 Minuten von „Firelight“ ansehen: 

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Aber auch noch über zehn Jahre später mischte der Regisseur im musikalischen Part des Filmemachens mit. Für die nervenaufreibenden Strandszenen in seinem Thriller-Blockbuster „Jaws“ spielte er die erste Klarinette. Aus eigenen Aussagen lässt sich entnehmen, dass Spielberg damals wohl nicht besonders gut delegieren konnte. Lieber baute er Kulissen selbst, brachte sein musikalisches Verständnis in den Soundtrack seiner Filme ein und schminkte die Schauspieler, die kurz darauf nach seiner Pfeife tanzen sollten, eigenhändig. Klar ist, dass es hier um die frühe Zeit seiner Karriere geht, heute als professioneller Regisseur und Produzent wäre das alles unmöglich unter einen Hut zu bekommen.

Woody Allens Lieblingsmusik Jazz bringt er mit seiner Klarinette zum Ausdruck.
Woody Allens Lieblingsmusik Jazz bringt er mit seiner Klarinette zum Ausdruck.

Klarinette scheint ein beliebtes Regisseuren-Hobby zu sein. Nicht nur findet Steven Spielberg gefallen am Klarinettespielen, auch Woody Allen spielt das dunkle Blasinstrument. Allen tritt sogar ziemlich regelmäßig und zu hohen Ticketpreisen mit einer Jazz-Band auf. Und wird dabei irgendwie automatisch zum Mittelpunkt.

Hätte ich nur auch mal meine Klarinette weitergespielt. Aber ich wollte mir lieber das Schlagzeug zu eigen machen.

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Jerod Harris WireImage

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