Nach Eklat um Michael Wendler: So sieht „DSDS“ nach Wendler-Zensur aus

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Nachdem Michael Wendler kürzlich in einer Telegrammgruppe die derzeitigen Corona-Auflagen mit den Bedingungen in einem Konzentrationslager verglich, zog ein gewaltiger Shitstorm über den Schlagerstar. Kurz darauf zog auch der Sender RTL seine Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit für die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ mit sofortiger Wirkung. Doch zu dem Zeitpunkt waren die Dreharbeiten für die derzeitige Staffel schon längst beendet. Dennoch gelang es dem Sender, die „DSDS“-Folge am vergangenen Samstag (9. Januar) ohne den Wendler zu zeigen.

Damit sich RTL endgültig von dem Wendler trennen konnte, musste das abgedrehte Material also noch mal zurück in den Schnitt. Nur so konnte der 48-Jährige Szene für Szene aus der Show entfernt werden. Auf diese Maßnahme machte RTL gleich zu Beginn der Sendung in einem Statement aufmerksam. Darin hieß es: „Die nachfolgende Sendung wurde im September 2020 aufgezeichnet. Nach Ende der Dreharbeiten hat ein Juror Verschwörungstheorien verbreitet und wir hatten die weitere Zusammenarbeit beendet.“ Jetzt ist neben Dieter Bohlen in der Jury nur noch Maite Kelly und der Sänger Mike Singer zu sehen. 

„Wir nehmen diese ,Bild-Fehler‘ in Kauf“, so der RTL-Chef

RTL ist mit dem Herausschneiden der Wendler-Szenen äußerst präzise vorgegangen. Entweder wurde er komplett herausgeschnitten oder mit Effekten überblendet. Auch zu hören ist der 48-Jährige nicht mehr. Sogar die Szene, in welcher ein Kandidat einen seiner Songs performte, wurde mit anderer Musik überspielt. Da die ausradierten Wendler-Szenen nicht durch andere ersetzt wurden, könnten zukünftige Folgen bis zu 15 Minuten kürzer sein, doch wie der RTL-Geschäftsführer Jörg Graf gegenüber der „Bild am Sonntag“ sagt: „Wir nehmen diese ,Bild-Fehler‘ in Kauf. An erster Stelle steht, dass der Juror kein Forum mehr bekommt.“


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