Nr.30: Gibson Les Paul


Die Technik: Seit 1952 wird die “ Les Paul“-Gitärre in zahlreichen Varianten gebaut, das beliebteste Modell hat zwei doppelspulige Tonabnehmer, einen fest verschraubten Saitenhalter, eine gewölbte Decke aus Ahorn oder Mahagoni, je zwei Regler für Lautstärke und Klang sowie einen Schalter, mit dem man den vorderen, den hinteren oder beide Tonabnehmer zusammen auswählen kann. Der massive Korpus aus Mahagoni sorgt einerseits für einen resonanten, singenden Sound, quält andererseits zierlichere Gitarristen mit seinem hohen Gewicht. Die Geschichte: Les Paul war DER Saitenzauberer der späten 40er und ärgerte sich regelmäßig über seine elcktroakustische Jazzgitarre, die bei großer Lautstärke tu Rückkopplungen neigte. Weshalb er sie im Eigenbau mit einem massiven Korpus versah und seine Entwicklung dem Gitarrenhersteller Gibson anbot – der jedoch dankend ablehnte. Erst als der Konkurrent Fender mit Massivholz- Gitarren den Markt eroberte, entschloss sich Gibson zur Produktion der Les Paul, die – mit Unterbrechungen in den (yOern – bis beute hergestellt wird. Die Form wurde häufig kopiert, Gibson selbst stellte verschieden teure Varianten mit unterschiedlicher Elektronik her. Absolut unerschwinglich sind die „Sunburst“-Modelle mit geflammten Ahorndecken aus den späten 50ern. Sie sind so gesucht, dass schlechte Menschen sogar schon Fälschungen anfertigten. Fakt ist: Es existieren heute mehr dieser Modelle, als damals hergestellt wurden. Die Anwender: Dank ihres fetten Sounds ist die „Paula“ eine der klassischen Rockgitarren. Eric Clapton und Jimmy Page spielten und spielen sie ebenso wie Slash, Mick Ronson, Kirk Hammett, Keith Richards, Neil Young, The Edge, Billiejoe Armstrong und tausende andere. Man darf davon ausgehen, dass die meisten Menschen, die mit Gitarrespielen ihr Geld verdienen, auch eine Les Paul im Fuhrpark haben.