Olaf Schubert postuliert in Mockumentary: „Mick Jagger ist mein Vater!“

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Es ist wohl eine der steilsten Thesen der Musikgeschichte: Olaf Schubert postuliert in einer von ihm verwirklichten Mockumentary, der Sohn von Mick Jagger zu sein. Der Film namens „Olaf Jagger“ soll im April 2023 in die Kinos kommen und ist – wenig überraschend – keine todernste Angelegenheit, sondern als komödiantisches Werk zu verstehen.

Olaf Schubert, das Kind einer Affäre?

Dabei ist eine gewisse Ähnlichkeit de facto nicht von der Hand zu weisen – und auch, was das Alter angeht, könnte die Behauptung des Komikers aus Plauen auf Tatsachen beruhen: Olaf Schubert ist 55 Jahre alt, Mick Jagger feiert im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag. Laut seiner Managerin geht Schubert in dem Streifen davon aus, dass seine Mutter nach einem Rolling-Stones-Konzert in Westberlin Ende der 1960er-Jahre eine Affäre mit dem Rockstar hatte. Schließlich sucht er, unter anderem in alten Stasi-Akten, nach Belegen für seine Herkunft.

Verwüstung in der Waldbühne & Pustekuchen in Ost-Berlin

Eigentlich sind die Rolling Stones in der erwähnten Dekade nur ein einziges Mal in Westberlin aufgetreten, und zwar am 15. September 1965 in der Waldbühne. Der Gig versank im blanken Chaos: Weite Teile des Interieurs wurden zerstört, dutzende Menschen trugen Blessuren davon und die Band brach ihren Auftritt nach nur vier Songs ab.

Vier Jahre später waren viele Anhänger im Osten Deutschlands im Glauben um ein weiteres Konzert der Engländer: Für den 7. Oktober 1969 kündigte der „RIAS“ anlässlich des 20. Jahrestags der DDR eine Show auf dem Axel Springer Hochhaus an. Das Gebäude stand direkt an der Mauer in Kreuzberg und auf anderen Seite befand sich eine große Brache, auf der Zehntausende Fans hätten Platz finden können. Die Krux: Das Gerücht war der Scherzlaune des Moderators Kai Blömer entsprungen. So warteten und warteten Scharen an Teenagern – vergebens.


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