Psychologin attestiert Amber Heard Persönlichkeitsstörung – und Johnny Depp geht viral

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Ein TikTok-Video von Johnny Depp, der sich während des Gerichtstermins im Verleumdungsprozess gegen Amber Heard auf seine Zeichnung konzentriert, ging am 26. April viral. Außerdem bezeichnete der US-amerikanische Radiomoderator Howard Stern Depp als einen Narzissten. Der Schauspieler wiederum ging viral, weil er vor Gericht eine Zeichnung auf einem Post-it anfertigte.

Depp übt sich in der Kunst des Zeichnens

Auf dem Video ist zu sehen, wie Depp im Gerichtssaal neben seinem Anwalt Benjamin Chew sitzt und ihm eine Skizze auf einem Post-it-Zettel überreicht. Auf der Post-it-Notiz scheint eine Frau abgebildet zu sein. Schließlich zückt Depps Anwalt seine Brille, um sich die Zeichnung genauer betrachten, während der Schauspieler, der neben ihm sitzt, ihm etwas ins Ohr flüstert. Nachdem er sich die Skizze angesehen hat, nickt Depps Anwalt bestätigend. Doch Depp beließ es nicht dabei: Im späteren Verlauf widmete er sich erneut seiner Skizze. Diesmal färbte er die Figuren lila und rosa.

Fan amüsiert sich köstlich

Ein TikTok-Fan, der sich selbst als „#TeamJohnny“ bezeichnete, postete das Video am Dienstag. Danach entwickelte sich der Clip zum Internet-Hit und wurde in weniger als 18 Stunden mehr als vier Millionen Mal aufgerufen. Zudem ist in dem viralen TikTok-Clip eine Person zu hören, die lacht und sagt: „Er ist stolz darauf. Das ist großartig“.

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Howard Stern attackiert Johnny Depp verbal

Darüber hinaus äußerte sich Howard Stern kürzlich in seiner Radioshow „SiriusXM“ zu dem laufenden Prozess und sagte, er glaube, dass Johnny Depp bei seiner Aussage übertrieben habe. Zudem kritisierte er den Schauspieler und warf ihm eine Form der Selbstverliebtheit und Egomanie vor: „Ich glaube, Johnny Depp ist ein riesiger Narzisst“, sagte Stern und ergänzte: „Was ich damit meine? Er dachte sich: ,Ich bringe das ins Fernsehen und weil ich so überzeugend bin und weil ich so klug bin, bin ich so ein wunderbarer Kerl‘.“ Jedoch würden laut dem Moderator schlussendlich beide Parteien als Verlierer aus der Schlammschlacht hervorgehen: „Es läuft nicht gut für dich, es läuft nicht gut für sie. Es läuft für niemanden gut. Ihr klingt wie zwei streitende Kinder.“

Psychologin attestiert Heard eine Persönlichkeitsstörung

Des Weiteren sagte die von Johnny Depp beauftragte Psychologin Shannon Curry vor Gericht aus, dass Amber Heard an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leide. Darüber hinaus habe sie keine Anzeichen für eine posttraumatische Belastungsstörung bei der Schauspielerin gefunden.

Es handelt sich bei dem Befund um keine Tatsache

Die forensische Psychologin sagte vor Gericht, dass sie bei Heard nach einer ausführlichen Untersuchung sowohl eine Borderline- als auch eine histrionische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert habe. Curry ergänzte, sie glaube, dass Heard grob übertrieben habe, als sie nach den Symptomen ihrer posttraumatischen Belastungsstörung gefragt wurde.

Zudem erläuterte Curry, dass sie für die Vorbereitung auf den Verleumdungsprozess etwa zwölf Stunden mit Heard verbracht habe. Während dieser Zeit habe Heard mehrere Tests zur psychischen Gesundheit absolviert. Curry ergänzte, sie habe auch Heards Gesundheitsakten, Dokumente, Tonaufnahmen, Fotos und Videos geprüft. Basierend auf den Testergebnissen kommt Curry zu dem Schluss, dass Heard eine Menge innerer Feindseligkeit in sich trage und selbstgerecht, verurteilend und voller Wut sei.

„Das sind keine Tatsachen, aber ihre Ergebnisse stimmen mit denen anderer Personen überein, die diese Ergebnisse erzielt haben und bei denen in vielen, vielen Studien diese sehr spezifischen Eigenschaften nachgewiesen wurden“, sagte Curry.

Verlustangst als Motivation

Zu den Manifestationen dieser Störungen können verzweifelte Versuche gehören, dem Verlassenwerden zu entgehen, einschließlich des Rückgriffs auf legale Methoden wie die Behauptung von Missbrauch, sagte Curry.

Außerdem erklärte die Psychologin, dass das entscheidende Merkmal der Borderline-Persönlichkeitsstörung die Instabilität ist. Diese offenbare sich in den Beziehungen, den Gefühlen, dem Verhalten, dem Selbstverständnis und der Identität einer Person. Bei Heard, so sagte sie, wird diese Instabilität ebenfalls von dieser unterschwelligen Angst vor dem Verlassenwerden angetrieben.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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