Rammstein: Innensenatorin Spranger sagt Aftershow-Partys in Berlin ab


Die SPD-Politikerin habe dem „Schutz und der Sicherheit der Frauen absoluten Vorrang gegeben“.

Iris Spranger, Innensenatorin von Berlin, hat am Montag (12. Juni) mitgeteilt, dass es keine Aftershow-Partys von Rammstein in Berlin geben wird. Die Missbrauchsvorwürfe gegenüber Sänger Till Lindemann seien so schwerschwiegend, dass Spranger „dem Schutz und der Sicherheit der Frauen absoluten Vorrang gegeben“ und sie deshalb „die Mietverträge, die angestanden hätten für die Aftershow-Partys, unterbunden“ habe, wie die SPD-Politikerin im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses sagte.

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Medienberichten zufolge soll es sich um zwei Flächen in den Bereichen des Olympiaparks und des Olympiabads handeln. Beide Orte befinden sich in der Nähe des Olympiastadions, wo die Konzerte von Rammstein am 15. und 16. Juli stattfinden.

Bereits am 7. Juni kündigte Spranger an, die Partys verbieten zu wollen. „Es gilt die Ermittlungen abzuwarten, aber die Vorwürfe wiegen so schwer“, hieß es auf der Seite der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf Twitter.

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Zuvor sagte der Berliner Kultursenator Joe Chialo (CDU), dass es keinen „rechtlichen Hebel“ für ein Verbot der Rammstein-Shows gebe. Auch Spranger kam zu diesem Schluss: „Die Konzerte kann ich als solches nicht verbieten, das steht nicht in meiner Hoheit“, sagte sie.

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