Ane Brun When I’m Free


Ballon Ranger/Cargo VÖ: 18. September 2015

Ane Brun setzt auf WHEN I’M FREE auf bekannte Qualitäten, auf die Tiefe ihrer Stimme und raumgreifende Melodien. Viel mehr braucht es auch nicht. Ein paar Streicher hier, ein Klavier dort, ein vorsichtig gerührtes Schlagzeug, ein Background-Chor. Bruns Band und auch die diversen Gastmusiker, darunter John Eriksson von Peter Bjorn & John, üben sich in Zurückhaltung.

Das siebte Studioalbum der in Stockholm lebenden Norwegerin ist zwar lange nicht so reduziert wie das spartanische SKETCHES von 2008, aber führt fort, was Brun auf ihrem letzten Album IT ALL STARTS WITH ONE begann: sich abzugrenzen von den skandinavischen Kolleginnen wie Lykke Li oder Nina Kinert. Brun will endgültig raus aus der Hexen-machen-Musik-Nische. Also: keine Spinnereien und Klangexperimente mehr, Tribal-Beats und Vokal-Kapriolen nur noch im Notfall. Stattdessen ist das Klangbild konventionell, aber nicht billig, extrem transparent, aber trotzdem mondän, unauffällig und doch bestimmt.


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Philipp Poisel über Ane Brun


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