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Bobby Conn Recovery


Tapete/Indigo (VÖ: 20.3.)

Bobby Conn begeht dieses Album-Comeback nach acht Jahren mit einem onomatopoetischen Sprech­gesang, einem sehr schön artikulierten „Topatipititong“, gefolgt von einem Bass und einem Swingbeat, einem „Bababa“, das von einer anderen Stimme kommt, einem lang nachhallenden, wiederkehrenden Gong schließlich – könnte eine spontane Hommage an die aktuell furiosen Jazzimprovisationen aus des Entertainers Hometurf Chicago sein.

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Ja, wenn Mr. Conn nicht schon immer Experiment und Exzess in seine windycityschiefen Funk- und Artrocktracks eingewirkt hätte. Eigentlich ist alles beim Alten geblieben auf RECOVERY, die Geigerin und Sängerin Monica BouBou und die Rhythmusgruppe aus Jim „Dallas“ Cooper (Bass) und Josh Johannpeter (Drums) sind wieder prominent vertreten.

RECOVERY ist ein weiterer Abgesang auf die amerikanische Oberflächenkultur, auf Alte-weiße-Männer-Lügen und Rassismus, der Sänger und seine Band packen diese Songs in ein klar konturiertes Glamsoulkorsett, es fühlt sich an, als hätten wir das Jahr 2001 und noch niemand den Politiker Donald Trump erfunden. Hätte jemand bemerkt, dass Tobias Levin und Hannes Plattmeier in Hamburg gemischt haben und Felix Kubin einen Synthesizer-Gastauftritt hinlegt?


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