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Bogus Order Zen Brakes Vol. 2

Ninja Tune/Ahead Of Our Time/Rough Trade

von
Foto: Ninja Tune/Ahead Of Our Time/Rough Trade

Es war der Anfang einer großen Erfolgsgeschichte: Als im Jahr 1990 eine bescheidene Vinyl-EP mit dem Namen „Zen Brakes Vol. 1“ den Beginn des britischen Labels Ninja Tune einläutete, ahnten die beiden Gründer Matt Black und Jonathan Moore vermutlich noch nicht, dass sie die Zukunft der Indie-Welt mit ihren Genregren­zen niederreißenden Veröffent­lichungen entscheidend mitgestalten sollten. Mit wegweisenden Künstlern wie The Bug, Bonobo sowie Kate Tempest und Young Fathers, die jeweils auf dem Sub-Label Big Dada unter Vertrag stehen, erscheinen bei Ninja Tune immer noch einige der interessantesten Platten unserer Zeit.

Diese hier gehört allerdings nicht dazu: 27 Jahre nach „Zen Brakes Vol. 1“ reaktivieren Black und Moore, inzwischen vor allem als Coldcut bekannt, noch einmal ihren alten Künstlernamen Bogus Order und veröffentlichen eine Kollektion von uninspirierten TripHop-Stücken, die sich müde in mittlerem Tempo voranschleppen. Die Streicher und Synthies klingen billig, und man wird das Gefühl nicht los, dass „Zen Brakes Vol. 2“ vor allem dazu dienen soll, den Mythos Bogus Order aufrechtzuerhalten. Dem Mythos Ninja Tune tut man damit aber keinen Gefallen. Auch, dass das Album in Form einer eigens konzipierten App erscheinen wird, kann davon nicht wirklich ablenken.

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