Bored Nothing Some Songs


Spunk/Caroline/Universal

Fergus Miller, der hinter dem Ein-Mann-Projekt Bored Nothing steckt, scheint ein Fan der alten Schule zu sein, schließlich nahm er sein gleichnamiges Debüt mit einem Vierspurrekorder in Eigenregie auf. Bei seinem zweiten Album SOME SONGS traut sich der Australier nun in ein echtes Studio – zumindest für einige Stücke. Ein Schritt, der seiner Musik gut tut. Lässt der Anfang des neuen Werkes noch Vergleiche mit Elliott Smith zu, wird bei Songs wie „Where Would I Begin“ und „Don’t Get Sentimental“ klar, dass Miller rhythmisch und instrumental experimentieren will. Die Melodien werden poppiger, die Tempowechsel rasanter und auch eine elektrische Gitarre darf mal ran. Millers Songtexte sind dadurch aber nicht weniger beachtenswert. „I knew when I kissed you that the only thing I see in those green eyes is fruit pies“, singt er bittersüß in „Why Were You Dancing With All Those Guys?“. SOME SONGS erzählt vom Scheitern der Liebe und bejaht die Alltäglichkeit des Seins. Das Leben ist alles und nichts. Das wussten wir allerdings vorher schon.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Tokio Hotel :: Dream Machine

Bum, bum, Autotune: Die einstigen Teeniestars wären gern Elektro-Indie, versacken aber in der Europop-Disco.

The Dø :: Shake, Shook, Shaken

Das französisch-finnische Pop-Duø ist der Kindheitsphase entwachsen und liefert seinen bisher selbstbewusstesten Auftritt ab

Von Spar :: Streetlife

Die Kölner verbinden Disco, Funk, Pop, Soft- und West-Coast-Rock zu flirrenden Soundvisionen von nebenan.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Verkannte Kunst (1): Tokio Hotels „Durch den Monsun“ war ein Aufschrei der Mobbingopfer

Julia Lorenz macht sich fortan bei uns für „verkannte Kunst“ der Rock- und Popgeschichte stark. Zum Auftakt ein herzerwärmendes Plädoyer für Tokio Hotel: „Sie waren da, als Chris aus der 8b unsere Brille zum Klo runterspülte. Und das sollten wir ihnen nie vergessen.“

ESC vs. Madonna, Fusion vs. Polizei, Vengaboys vs. Strache: Die pralle Popwoche im Rückblick

Verstärkung für unsere Popkolumne: An dieser Stelle kommentiert fortan unsere Autorin Julia Lorenz im Wechselspiel mit Linus Volkmann, was in der jeweils vergangenen Popwoche so passiert ist. Ein Gegenstück zu dessen Rubrik „Verhasster Klassiker“ hat sie auch parat und macht als „Verkannte Kunst“ zum Auftakt in KW 21 die Debütsingle von Tokio Hotel aus. Herzlich willkommen, Julia!

„Sex Education“, Tokio Hotel, Maroon 5 und Hass auf Tom Hanks: Die Popwoche auf einen Blick

Linus Volkmann präsentiert in seiner Popkolumne die High- und Lowlights der Woche. Welche Künstler, welche Songs, welche Serien lohnen sich – und was war sonst noch so los? Hier Folge 6. Mit dem Superbowl-Nachklapp, neuer Musik von Jessica Pratt und Vizediktator – sowie einem verhassten Klassiker, den nun wirklich keiner leiden kann.

Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos


Sheet Music: Auf diesen Webseiten findet Ihr legale Notenblätter
Weiterlesen