Born Ruffians Uncle, Duke & The Chief


Paper Bag/The Orchard ­

Nein, ein Zufall ist es sicher nicht, dass Born Ruffians auf dem Cover ihres fünften Albums an einem feinsandigen Strand in Richtung eines rosafarbenen Horizonts blicken. Scheint auf UNCLE, DUKE & THE CHIEF doch immer wieder ein hochmelodischer Beach-Boys-Geist durch die Ritzen dieser mitunter heftigst zupackenden und euphorisierenden Folk-Pop-Rasereien, zu denen uns Frontmann Luke Lalonde als überdreht schmachtender Sänger sein Herz ausschüttet.

Eine Ästhetik ist das, die der Band aus Toronto nach einigen eher semi-inspirierten Alben spürbar gut tut, wie die enorme Schmissigkeit und die monströse Energie von ebenso simplen wie dringlich polternden Überwältigungs-Stücken à la „Fade To Black“ oder „Miss You“ beweisen. Nimmt man schließlich noch den bittersüß verhallten Twang einer schwül verorgelten Ballade wie „Love Too Soon“ hinzu, dürfte die Wahl des diesjährigen Strandmusik-Favoriten eigentlich nicht schwerfallen. Darauf ein Eis am Stiel!


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