Coconami :: Ensoku

Minimal Pop: Zwei in München gestrandete Japaner freundeln mit dem Rest der Welt.

Von den transatlantischen Rückkoppelungen auf das bajuwarische Musikschaffen hat ja bereits eine andere Münchener Band in ihren großen Tagen berichten können. Bei FSK konnte man nachhören, wie die Polka in den Post-Punk zurückfand. Bei Coconami, zwei in München gestrandeten Japanern, werden Freundschaften von Bayern nach Berlin, Amerika, Italien und Japan geschlossen. Wenn Miyaji mit Zauberstimme durch „Sweet Child O‘ Mine“ von Guns N‘ Roses zieht, begleitet nur von der verhallten Ukulele ihres Kollegen Nami, dann entsteht eine Musik, die über ihren Schatten springt. Grenzen gibt es in der von Ukulele, Blockflöte und Karimba bevölkerten Soundwelt bestimmt nicht da, wo man sie erwartet. Sowohl mit den Eigenkompositionen als auch mit den „Covern“ (Tilman Rossmy, Leiber/Stoller, Liesl Karlstadt/Karl Valentin) spielen Coconami sich über kleinere Tonfolgen in größere, folkloristisch verfärbte Träumereien. Und wenn der Bayer Ferdl Schuster mit seinem Lied von der „Kaiserbirne“ auf der Platte der Japaner auftaucht, dann schließt sich der Kreis.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.