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Crystal Fairy Crystal Fairy


Icepac/[PIAS] Coop/Rough Trade

Die Show schmeißt Teri Gender Bender. Von einer Supergruppe war im Vorfeld die Rede, aufgezählt wurden an erster Stelle die Namen der Typen: Buzz Osborne und Dale Crover von den Melvins, Omar Rodríguez-López von At The Drive-In und ganz vielen anderen.

Ganz nach vorne gehört aber die Sängerin, die sich als Chefin er mexikanischen Garagenband Le Butcherettes einen Namen machte und mit Rodríguez-López als Sängerin bei Bosnian Rainbows dabei ist. Ohne ihre Stimme wäre Crystal Fairy eine gewaltige Ödnis: Der süffige Metal-Sirup der Melvins-Leute ist deutlich weniger aufregend als sein Ruf, Omar Rodríguez-López hält seinen Einfluss auf den Gesamtklang überraschend klein: hier und da Ausflüge ins kosmische Gitarrenuniversum, ein paar Spinnereien – alles jedoch sofort wieder geerdet vom SloMo-Metalkontext der Melvins.

Gerettet wird die Sache von Teri Gender Bender: Wie Siouxsie Sioux nach einem Stahlbad dreht sich die Sängerin in diese Songs, immer wieder doppelt sie sich mit einer hochgepitchten Version ihrer eigenen Stimme – dagegen wirkt Allison Mosshart von The Dead Weather beinahe blass. Die besten Momente bietet das Album gegen Ende: Bei „Bent Teeth“ entwickelt die Band endlich einen Groove, „Posesión“ erinnert in seiner Punk-Manie an die Dead Kennedys. Je weniger Metal, desto besser Crystal Fairy.

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