Daughn Gibson Carnation


Sub Pop/Cargo

Der Film beginnt auf dem Album-Cover, ein überdimensionaler Blumenwald wuchert aus einem Haus, nebenan die Schatten von zwei Mini-Menschen. Der surrealen, in Blau und Lila gehaltenen Komposition lässt Daughn Gibson eine 11-Song-Sammlung folgen, die wie mit der Kamera durch eine Welt intensiver Daseinszustände fährt – Tod, Wiederauf­erstehung, Krankheit, die Suche nach Intimität im Sex und der Schlaf der Gerechten.

Gibson steht dafür die Stimme eines richtigen Crooners zur Verfügung, ihm fehlen aber über weite Strecken die Melodien, nach denen sein opulenter Entwurf ruft. Der Sänger verschwindet aus dem Morricone-Desert-Blues und landet in einer Vocoder-Installation. Der Film läuft und läuft und läuft, aber Gibson bleibt mit seinen Kompositionen hinter den weit offenen Bildern stehen.


Google-Jahresrückblick: Diese Begriffe wurden 2019 am häufigsten gesucht
Weiterlesen