Die Ärzte

Dunkel

Hot Action/Universal (VÖ: 24.9.)

Karnickelfickmusik für die doofe Menschheit: Die Ärzte machen schon wieder nichts falsch.

Was die beste Band der Welt aus Berlin auch auf DUNKEL besser kann als alle anderen besten Bands der Welt, ist es, einfache und unabänderliche Wahrheiten in fluffige Songs zu gießen. So singen Die Ärzte im skamäßig shakenden Song „Doof“ einmal mehr, dass Nazis, nun ja, doof sind (ohne dass das doof klingt). So konstatieren sie in einer typisch Farinurlaub’schen Punkrocknummer, dass es, wenn man die Wahl zwischen Pest und Corona hat, immer noch besser ist, vollends „Anti“ zu sein.

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Und so stellen sie in einem Stück mit feinem A-cappella-Einstieg fest, dass der Mensch, das doofe Tier, mit seinesgleichen einfach nicht kann („Menschen sind für Menschen nicht gemacht“). Daneben wird, logo, auch Liebe, Sex und Zärtlichkeit besungen, entweder auf spätpubertäre Art („Anastasia“) oder etwas ernsthafter („Danach“).

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Eigentlich ist textlich und musikalisch auch auf Studioalbum Nummer 14 alles wie immer: Es gibt wenige Überraschungen – „Kerngeschäft“ mit Ebow zählt da zu den erfreulichen Ausreißern –, und einige Songs hätte es nicht unbedingt gebraucht („Einschlag“, „Erhaben“). Aber ein Ausfall ist eben auch nicht dabei. Ach so, und wir wissen jetzt auch endlich, welchem Genre sich Die Ärzte zuordnen: „Karnickelfickmusik“. Joa, passt.

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