Eaves What Green Feels Like


Heavenly Recordings/[PIAS] Coop/ Rough Trade

Wild und abgewetzt sieht er aus. Eaves passt mit seinen langen Haaren und der Vorliebe für Flanellhemden perfekt in alte Skateboarder-Videos aus Kalifornien. Oder in den Proberaum einer rotzigen Indie-Rockband. Und jetzt die Überraschung: WHAT GREEN FEELS LIKE hat mit Assoziationen wie diesen rein gar nichts zu tun. Das Debütalbum von Eaves ist eine erstaunlich erwachsene Mischung aus Folk-Melodien, Singer/ Songwriter-Klavierpassagen und zerrissenem Gesang. Mit einem gängigen Muster: Die weiche Stimme des Briten, die oft sprunghaft die Höhen wechselt, trifft auf seichte mono-instrumentale Begleitung. Um am Ende eines Tracks, angetrieben von der Power-Rock-Peitsche, zur Höchstform aufzulaufen.

So abgegriffen und altbacken diese Herangehensweise auch wirken mag, hinter ihr verbergen sich Lyrics, die verträumte Geschichten erzählen. Über das Loslassen, die Heimat und die Liebe. Der stärkste Song: „As Old As The Grave“. „Father, you’re drunk“ singt Eaves bitter. Und klagt an: „Mother an ocean is raining down and still your garden dies from thirst“. Ein Bruch, der Eaves’ Können zaghaft vom sonst teils angestaubten Sound abhebt.


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