Efdemin Decay


Dial/Kompakt (VÖ: 28.3.)

Wenn jemand wie Phillip Sollmann aka Efdemin ein Album mit vordergründig puristischem Techno veröffentlicht, dann ist das nicht als weitere Historisierungsmaßnahme einer in den vergangenen Jahren reichlich historisierten Musikrichtung zu verstehen. Wenn Efdemin das tut, dann darf das gerne als die logische Fortsetzung einer Versuchsanordnung zur Erforschung der elektronischen Musik in all ihren Facetten gewertet werden. CHICAGO, Efdemins zweites Album aus dem Jahr 2010, war ein multistilistisches Ding.

Mit elektroakustischen Experimenten, jazzy Abstraktionen, aber auch Exkursionen auf die weiten Felder zwischen House und Techno plus Referenzen an die warmen Klangfarben, für die die Musik auf Dial steht mit seinem Selbstverständnis als Label für „postminimalistische Dance Music“. Auf DECAY geht’s um die Kickdrum omnipräsent und geradeaus. Sie führt durch die verschiedensten elektronischen Kolorierungen – es gibt Verweise auf frühen und mittleren Minimal Techno (Robert Hood, Kompakt, Vladislav Delay), Puristisch-Straightes aus Detroit, aber auch Minimal-Music-artiges in „Parallaxis“.


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