Faust

Fresh Air

Bureau B/Tapete (VÖ: 5.5.)

Wie Musik aus dem Aufbegehren und Improvisieren entsteht. Die Urkrautrocker experimentieren mit Industrial, Folk und Field Recordings.

Frischluftzufuhr, na klar, na gerne. Nach dem in Klausur im norddeutschen Schiphorst aufgezeichneten Album JUST US (2014) wollten Jean-Hervé Péron und Werner „Zappi“ Diermaier ergründen, welche Richtung ihre Tracks nehmen können, wenn andere Musiker zum Kernteam von Faust stoßen und andere Aufnahmeorte zur Verfügung stehen. FRESH AIR entstand während der US-Tournee der Urkrautrocker, das Album setzt sich aus Momentaufnahmen, Kollektiv-Improvisationen und semi-komponierten Tracks zusammen, die Péron mit Stimmen und Geräuschen aus seiner Field-Recordings-Datenbank collagierte (Vogelkreischen, Gedichtrezitation). Zwischendurch hören wir die sich ins Freie fabulierende Kollegin Barbara Manning und Jürgen Engler (Die Krupps) im Overdub.

FRESH AIR ist so etwas wie ein Urschrei in verschiedenen Soundfarben: von der Lautmalerei über den Leierkasten-Drone-Folk bis zu den wild wuchernden Industrial Songs mit Saxofon und Viola. „Bei Faust kann man nichts falsch machen, wenn man sich verspielt, macht man mit dem Verspielten weiter“, sagt „Zappi“ Diermaier. Worte und Geräusche fallen so unbefangen zusammen und erzählen ganz „nebenbei“ noch vom Aufbegehren, von der Anarchie in der Kunst, von der schieren Lust, sich die Welt dadaistisch zusammen- oder auseinanderzudenken. Well done.

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