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Fort Romeau Insides


Ghostly International/Cargo Records 27.03.2015

Aus dem Phrasenkatalog gern Entnommenes wie „Für dieses Album muss man sich Zeit lassen“ oder „Wer dranbleibt, wird belohnt“ ist nicht nur nichtssagend, sondern auch oft die Reaktion auf Musik, die vielleicht auf den ersten Ton missverstanden wird. Mike Norris aus London alias Fort Romeau hausiert dagegen mit diesem Anspruch an (seine) Musik, fordert die überforderte Multitab- und Spotify-Generation dazu auf, sich entschiedener mit der Musik zu befassen.

Auf seinem zweiten Langspieler INSIDES kredenzt er acht deepe Housetracks, die er als B-Seiten im besten Sinne versteht. Tracks als Glücksfälle, nach denen keiner suchte, die aber wie Schätze bewacht werden, hat man sie einmal gefunden. Im Kern klingt Romeaus Zweitling erstmal nicht wie die große Abkehr vom sanft-vernebelten Kitsch-House, den er zuvor für 100% SILK produzierte. In der Detailsuche finden sich aber rabiate und beinahe acidlastige Töne, fährt die Melodie auch mal zurück, wenn die Kickdrum sich ans Mikro stellt. Und dann gibt es da noch Stücke wie das zehnminütige Monster „Lately“, das plötzlich mit allem Recht der Welt auf den überragenden Bass verzichtet, um fünf Minuten lang ins Nichts auszulaufen.

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