Frittenbude :: Katzengold

Audiolith/Broken Silence

Image ist nichts, Musik ist alles: lupenreiner Elektro-Pop mit selbstironischen Texten.

Ach, es gibt aber auch einfach blöde Vorurteile über das sympathisch verpeilte Label Audiolith aus Hamburg und seine Band Frittenbude. „Elektro-Punk für Antifa-Kiddies. Ist doch nur ein billiger Deichkind-Abklatsch“ und so weiter. Aber rufen wir uns wieder ins Gedächtnis: Image ist nichts, Musik ist alles. Und die der Frittenbudler ist, wenn auch nicht wahnsinnig virtuoser, so doch lupenreiner und tanzbarer Elektro-Pop. Dazu noch mit manchmal klugen, gut getakteten und selbstironischen Sprechgesang-Texten. Die drei Jungs von Frittenbude wurden im tiefsten Oberbayern gefunden. In einem kleinen Jugendzentrum zwei Stunden entfernt von der nächsten Autobahnauffahrt, erspielten sie sich den Plattenvertrag bei Audiolith. Nun erscheint mit KATZENGOLD (und dem beiliegenden Remixalbum Plörre) ihr zweites Album. Und für das haben sie Aufmerksamkeit verdient. Der Vergleich mit Deichkind liegt nahe. Allerdings haben die Frittenbudler ein Talent für euphorisierende Hymnen, sie haben mehr Mut zu Pop, und manchmal sind sogar die Raps ausgeklügelter als bei den Künstlern aus Hamburg. Frittenbude sind technoider, jedoch nicht bratziger. Aber Vergleiche sind ja genauso hinderlich wie Vorurteile.

Laura Ewert

www.audiolith.net

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