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Album der Woche

Georgia Seeking Thrills


Domino/Goodtogo (VÖ: 10.1.)

Georgia Barnes war also auch mal in Berlin. Sie hat sich nicht gleich eine Wohnung gesucht, aber eine Nacht lang ist sie durch die Clubs gezogen. Das Ergebnis: „About Work The Dancefloor“, der zentrale Track ihres zweiten Albums SEEKING THRILLS, und ein musikalischer Richtungswechsel.

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Verglichen mit ihrem hochgelobten Debüt GEORGIA von 2015 sind mancher DIY-Charme, einiges an trotziger Sperrigkeit, der allzu offensichtliche M.I.A.-Einfluss und die schwerblütigen Industrial-Sounds verschwunden. Stattdessen regieren meist Euphorie und die Bassdrum. Zielsicher sucht SEEKING THRILLS jene Grauzone zwischen House-Club und Indie-Charts auf, in der Hot Chip einst den Indie-Dance etablierten und sich später Caribou einnistete.

Doch die 25-jährige Londonerin räumt letzte Spuren von Melancholie beiseite, hat in „I Can’t Wait“ gerade unverschämt gute Laune oder lässt in „Feel It“ das Haus fliegen, aber besitzt dann doch das Gespür, dass es auf Albumlänge auch Abwechslung braucht, also eine HipHop-Kooperation mit Shygirl („Mellow“), eine psychedelische Exkursion („Ultimate Sailor“) oder eine Verbeugung vor der mittleren Madonna („Til I Own It“). Gut, dass Georgia es nicht anderen Easy-Jetsettern nachgemacht hat und in Berlin versackt ist.


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Auch die Schweden wissen: Dream Pop ist einfach das beste Genre, um sich zu den albtraumartigen Gefühlsschichten runterzubuddeln.


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