Hunny Yes. Yes. Yes. Yes. Yes.


Epitaph/Indigo (VÖ: 19.7.)

Hunny aus Kalifornien haben seit ihrer Gründung im Jahr 2014 nicht nur zwei EPs veröffentlicht, sondern auch viel auf Skateboards und Partys rumgestanden – und das wird vermutlich auch das Gros ihrer Fans tun. Auf ihrem Debütalbum YES. YES. YES. YES. YES. spielt das Kollektiv Musik in der Tradition kalifornischer Pop-Punk-Bands aus den späten Neunziger- und frühen Nullerjahren, also eben: Hochspannungsrock zum Feiern, Skaten und Videospielen. Den Gitarrensound erweitern Hunny mit Keyboards und Synthesizern, singen über Lebensleid und Echo And The Bunnymen, aber trotz wavigem 80er-Instrumentarium spürt man wenig von der behaupteten Schwermut.

Im Gegenteil: Die Songs platzen freundlich zur Tür herein und hören nicht auf zu quatschen, so wie dieser eine, supernette Freund, den man gern auf WG-Partys einlädt, aber eben auch nur in Partystimmung erträgt. Kann passieren, dass man sich für ein paar zarte Momente einbildet, einer weniger blasierten Version von The Drums zu lauschen; aber dann walzt auch schon der nächste Knüppelrefrain ums Eck, und man denkt an Pizza und blink-182. Die will der supernette Freund auf Feiern nämlich immer hören.

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