Jay-Z :: The Dynasty Roc La Familia

Rapper Jay-Z zwischen derben Rhymes und einer gefälligen Produktion.

Jay-Z ist eine Art König Midas des HipHop. Wenn er ein Album aufnimmt, verwandelt sich diese Scheibe sprichwörtlich in Gold. Er ist seit einiger Zeit der Superstar in der dem Sprechgesang zugeneigten Pop-Welt. Dabei sind Jay-Zs Platten nicht gerade ein Musterbeispiel für Originalität, und ihm wird nicht-wie etwa seinen Kollegen vom omnipräsenten Wu-Tang Clan – nachgesagt, er habe den HipHop erneuert. Seine Musik ist eher solide, manchmal funky, meist aber sehr poppig, auch mal cheesy. Und gerne baut er auch mal gesampelte Streicher oder Bläser in seine Werke ein. Natürlich dürfen harte Texte nicht fehlen, und dementsprechend ist der „Explicit Contenf‘-Aufdruck auch besonders groß auf das Booklet von THE DYNASTY ROC LA FAMILIA (2000-) gedruckt. Es ist vielleicht gerade dieses (scheinbare?) Spannungsverhältnis zwischen gefälliger Produktion und derben Rhymes über Sex & Crime, das die Essenz des Erfolgsrezepts bildet, das Jay-Z Zugang zu den Charts und Goldenen und Platinschallplatten gewährt. Und dennoch geht diese Platte in Ordnung,denn von HipHop versteht der Mann was.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.