Julia Jacklin Crushing 


Transgressive/[PIAS] Coop/Rough Trade (VÖ: 22.2.)

Schon die ersten beiden Alben von Julia Jacklin waren clever, jetzt zeigt sie Meisterliches und beginnt die Platte mit einer Trilogie: Sie startet mit dem ruhig fließenden Stück „Body“, die Singer/Songwriterin reflektiert über das Körperliche, bleibt dabei ganz ruhig. Vom Körper in den Kopf: „Head Alone“ beginnt ähnlich fließend, erhebt sich zum Refrain, wird zum Hit.

Beim dritten Stück ist es mit der Ruhe dann vorbei, „Pressure To Party“ ist ein nervös-druckvoller Country-Blues-Indie-Rock-Twang, der die Unlust auf die Party mit der Unlust auf die Liebe vergleicht, der Druck steigt, Julia Jacklin singt „I’ll try to love againtoo!“, wobei man nicht weiß, will sie das wirklich, oder singt sie das nur, um in Ruhe gelassen zu werden?

Der Dreierpack wirkt wie drei Folgen der tollen Netflix-Serie „Love“, die sich extrovertiert mit dem titelgebenden Thema beschäftigt. Danach wird CRUSHING intimer, „When The Family Flies In“ ist ein zärtliches Gutenacht-Lied, die Australierin zeigt, dass sie auch Crooning beherrscht.

Nur noch einmal wird es später flott, „You Were Right“ ist kratzbürstig und trotzig – danach folgert Julia Jacklin „Turn Me Down“, und was als Indie-Country-Soul-Ballade beginnt, entwickelt sich zu einem verzweifelten Mantra: Bitte lass mich fallen, fleht sie. Die Trennung als Chance. 

Kooperation

Hier kann man „Crushing“ von Julia Jacklin bestellen.

Julia Jacklins neues Album „Crushing“ hier im Stream hören:


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