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King Gizzard & The Lizard Wizard Murder of the Universe

Heavenly/PIAS/Rough Trade (VÖ: 23.6.)

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Foto: Heavenly/PIAS/Rough Trade (VÖ: 23.6.)

In ihrer bislang sehr erfolgreichen Mission, mehr Platten zu machen, als andere Bands Facebookposts (allein 2017 sollen es fünf werden – MURDER OF THE UNIVERSE ist die zweite) und dabei mit jeder Platte eine eigene, neue Welt zu schaffen, gingen King Gizzard & The Lizard Wizard langsam die Möglichkeiten aus. Die Lösung: eine surreale Sci-Fi-Rockoper in drei Teilen, die die Geschichte vom Ende der Welt erzählt. Der digitale Winter ist hereingebrochen, der letzte Mensch wird zum Cyborg und übergibt sich bei dem Versuch, seine Menschlichkeit wiederzuerlangen, so episch, dass das Universum in einer Flut aus Erbrochenem untergeht. Kein Scheiß.

Lyrisch ist das Ganze beeindruckend in seiner schwachsinnigen Bildhaftigkeit („Nebulas pregnant with barf, pulsate and burst“), musikalisch hat man das erste Mal das Gefühl, dass das Songwriting unter der strengen Einhaltung der selbst gesetzten Parameter gelitten hat. Das Schlagzeugspiel in den Progmetal-lastigen Songs ist zwar phänomenal, aber die Masche, die Gesangsmelodien mit den Gitarren zu doppeln, wird für den Rezensenten, der auch die letzten vier King-Gizzard-Platten besprochen hat, irgendwann ermüdend, ebenso wie das halsbrecherische Tempo.

Durchatmen kann man nur bei den Spoken-Word-Interludes. Als Konzeptalbum funktioniert MURDER OF THE UNIVERSE gut, aber es fehlen die Highlights, die Alben wie NONAGON INFINITY (2016) und PAPER MÂCHÉ DREAM BALLOON (2015) so zwingend hörenswert gemacht haben. Das nächste King-Gizzard-Album soll übrigens laut Label eine Jazz-inspirierte Platte werden. Oha!

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