King Gizzard & ­­The ­Lizard Wizard Polygondwanaland


kinggizzardandthelizardwizard.com

„Diese Platte gehört nicht uns. Sie gehört euch.“ Das posteten King Gizzard wenige Tage vor Veröffentlichung ihres neuen Albums bei Facebook. Fans konnten sich POLYGONDWANALAND dann im digitalen Format ihrer Wahl gratis herunterladen, inklusive Artwork und Lyrics.

Besonderer Clou: King Gizzard stellten auch die CD- und Vinyl-Master-Versionen online – mit der Aufforderung an Fans, damit ihre eigenen CDs und Platten zu pressen und zu verkaufen. Dieser feine Zug ergibt dann Sinn, wenn man zwei Dinge bedenkt: die unglaubliche Produktivität dieser Band – wir haben es hier mit der zwölften Platte innerhalb von fünf Jahren zu tun –, sowie den Enthusiasmus, mit dem Fans alles, was aus der Gizz-Ecke kommt, aufnehmen.

Sofort fanden sich weltweit verschiedene Gruppen von Gizz-Heads zusammen, die eigene Labels gründeten, um ihre eigenen Versionen von POLYGONDWANALAND zu veröffentlichen – ein vorläufiger Höhepunkt der (Re-)Release-Kultur. Auch musikalisch schlagen King Gizzard nach der extrem hörenswerten Jazz-Fingerübung SKETCHES OF BRUNSWICK EAST aus dem vergangenen August wieder einen Haken.

Kooperation

Die Story fußt in der vor Weirdness und straight-up Wahnsinn nur so brodelnden Sci-Fi-Welt, in der sich vorherige Alben bewegten. Soundtechnisch aber wird hier wieder ein eigenes, wahnsinnig packendes Universum kreiert: durchweg polyrhythmische Beats sorgen für wohlige Schwindelgefühle, und die Metal-Anleihen wurden zugunsten von Akustik-Gitarren komplett zurückgefahren.

Dafür wird auf diversen analogen Synthies geproggt, was das Zeug hält, wie auf dem spacigen „Loyalty“. Fans werden ihren Heidenspaß haben, allen anderen kann nur dringendst geraten werden, sich (endlich) mit dieser Band zu befassen.

 


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