Light Asylum Light Asylum


Mexican Summer/Coop/Universal

Im vergangenen Jahr wirbelte das New Yorker Duo Shannon Funchess (voc, dr) und Bruno Coviello (synth) mit seiner spannenden EP „In Tensions“ und der Single „Dark Allies“ neben Pictureplane die dicke Staubschicht auf, die den müde belächelten Goth-Synth-Pop überzog. Mitreißend wie eine Lawine wirkten auf der EP die mechanischen Beats, die sparsamen und eisigen Synth-Flächen sowie Funchess’ Stimme, die wie die eines geschlechtslosen Gabi Delgado-López klang. Daran knüpfen auf dem Debütalbum nicht nur das elegische „ Shallow Tears“ und der Closer beider Platten, „A Certain Person“, an. Light Asylum ist deutlich reduzierter und fokussierter instrumentiert. Stärker tritt jetzt Funchess’ intensive, faszinierende Altstimme, die sie schon Telepathe, TV On The Radio und !!! zur Verfügung stellte, in den Vordergrund. Gerade noch machte sie mit androgyner Tiefe ihrer kalten Wut Luft (wie im Suicide-esquen „At Will“), im nächsten Moment bedient sie mit heller, warmer und zutiefst weiblicher Stimme („Heart Of Dust“) jedes Klischee einer Femme Fatale. Von dieser großartigen Stimmperformance lebt Light Asylum – kaum zu glauben, dass all diese Stimmen und Timbres aus einer Kehle kommen. Die düstere, retrofuturistische Sound-Utopie, die Light Asylum mit ihrem Album entwickeln, lässt die Grenzen zwischen Geschlechtern, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter technoiden Beats und synthetischem Glitzern, Wiehern und Donnern zerfallen. Key Tracks: „Heart Of Dust“, „IPC“


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