Maritime Magnetic Bodies/Maps Of Bones


Grand Hotel Van Cleef/Indigo VÖ: 16. Oktober 2015

Es fängt sakral an. Ein langer, einzelner Orgelton eröffnet MAGNETIC BODIES/MAPS OF BONES, bevor die Gitarren den Song besetzen. „Nothing Is Forgot“ ist ein guter Song und wäre noch besser, wäre da nicht dieser blecherne Schlagzeug-Sound. Ein Makel, der das Album der Band aus Milwaukee durchzieht.

Maritime schreiben schöne, kleine Popsongs, aber der Sound ist zuweilen dünn. „Light You Up“ macht die Schwäche zur Stärke und rumpelt sich genüsslich durch seine vier Minuten und erinnert entfernt an den Vibe von The Gaslight Anthem. Ähnlich sieht es mit „Inside Out“ aus, das mit seinen zackigen Gitarren die Emo-Herkunft der Bandköpfe Davey von Bohlen und Dan Didier, ehemalige Mitglieder von The Promise Ring, aufzeigt. „War Tattoos“, im Gegensatz dazu, klingt eher nach Chuck Ragans The Revival Tour als nach Hot Water Music. In diesem Song, wie in anderen des Albums, streuen Maritime kleine, synthetische Verzierungen ein und doch ist MAGNETIC BODIES/MAP OF BONES eine ursprüngliche Platte geworden. Eine Platte, die nach frischem Harz und Sägespänen riecht und sich vermutlich am besten in den riesigen Waldgebieten Wisconsins, der Heimat der Band, genießen lässt.


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