Mavis Staples If All I Was Was Black


Anti/Indigo (VÖ: 17.11.)

Donald Trumps Präsidentschaft mag zu den großen Ärgernissen unserer Zeit zählen – im Hinblick auf die politischen Dimensionen des amerikanischen Pop erwies sie sich jedoch als fruchtbarer Nährboden. Er habe bisher stets unter der Prämisse gearbeitet, dass Kunst an sich schon ein politisches Statement sei, sagt Jeff Tweedy. „Aber angesichts dessen, was gerade in unserem Land passiert, würde ich mich schuldig fühlen, wenn ich nicht auch musikalisch darauf antworten würde.“

Die Antwort besteht im Falle von IF ALL I WAS WAS BLACK aus zehn Songs, die Tweedy Mavis Staples im Rahmen ihrer dritten Zusammenarbeit auf den Leib schrieb.

Das Ergebnis ist ein wunderbar ausbalanciertes Album zwischen Wilco-typischer Americana und dem umwerfenden Soul in der Stimme der 78-Jährigen; zwischen forscher Anklage („Oh, they lie, and they show no ­shame“, heißt es etwa in „Who Told You That“) und einer universellen Be­schwörung von Einheit, Freundschaft und Liebe, die das „land of the free“ unter dem dummdreisten Spaltpilz im Weißen Haus derzeit so nötig hat wie selten zuvor.


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