Nina Hagen

HIGHWAY TO HEAVEN

Grönland/Cargo (VÖ: 27.3.)

Ein zweites Gospel-Album: bunt, unterhaltsam – und mit Nana Mouskouri und Gitte Haenning.

Nina Hagen ist eine Frau für viele Leidenschaften. Gospel ist eine von ihnen. 2010 veröffentlichte sie mit PERSONAL JESUS ein erstes Themenalbum, mit ihrer Version des Titelstücks gelang ihr eine der interessanteste Depeche-Mode-Coverversionen, weil sie den Song, den jeder kennt, so spielte, dass ihn kaum einer erkannte.

Das Album damals kam in strenger Schwarz-Weiß-Optik daher, HIGHWAY TO HEAVEN bietet die Farben des Regenbogens. Was Nina Hagen damit ausdrücken will: Im Gospel leben alte Hippie-Träume. Was direkt zur Selbstironie führt: Wenn Nina Hagen im Duett mit ihrer Heldin Nana Mouskouri zu Fiddle und Steel-Guitar sowie im Dreivierteltakt den Southern-Gospel-Standard „Never Grow Old“ singt, dann ist das sehr berührend.

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Beim Titelstück ist mit Gitte Haenning ein zweites ihrer Idole dabei. Bei „Alle wollen in den Himmel“ verflicht sie den County-Gospel „Everybody Wants Go To Heaven“ mit Bertolt Brecht, bei „Trouble Of The World“ klingt Nina Hagen wie Grace Jones. Alles sehr unterhaltsam, wobei die Platte mit Reggae-, Blues- oder Boogie-Woogie-Einflüssen an der Grenze der Erträglichkeit kratzt.