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Rone Mirapolis

Infiné/Rough Trade (VÖ: 03.10.)

von

Erwan Castex ist der lebende Beweis für die Unsterblichkeit von Jean-Michel Jarre. Unter dem Namen Rone bestellt der Franzose mit MIRAPOLIS nun schon zum vierten Mal das Feld wohlklingender Elektronik, die ihre Bezüge zum Kino – als Chiffre für „große Gefühle“ – ernst nimmt. Er hätte auch den neuen „Blade Runner“ vertonen können, so dystopisch und zugleich spätromatisch pulsiert und schliert diese Musik vor sich hin.

Zu seinen Gästen zählen so illustre Gestalten wie John Stanier von Battles und Bryce Dessner von The National, für die er bereits als futurologischer Klangfachmann tätig gewesen ist. Alles kreist um einfache Melodien, oft Arpeggien, die sich wiederholen und manchmal immer dann abbrechen, bevor es zu süßlich wird.

Ein Bass fordert hier nicht zum Tanzen auf, sondern wird als eintrübender Stimmungsfilter eingesetzt. Desgleichen auch die Stimmen, die niemals „Soul!“ si­gnalisieren wollen, sondern Geschichten erzählen, etwa wenn Saul Williams erklärt: „You don’t need that simple shit.“ Erfrischend zudem die eingestreuten akustischen Instrumente, Gitarren, Celli, deren Einsatz an die frühen Indietronics erinnert. Hört man das Album übrigens in zufälliger Reihenfolge, verpufft seine Wirkung völlig. Ein Album-Album, das als Album gehört werden will. 

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