Sauropod Roaring At The Storm


Popup/Soulfood

Tschuldigung, war uns nicht schon vor einigen Monaten ein ordentliches Grunge-Revival in Aussicht gestellt worden? Nein, wir meinen nicht die karierten Hemden oder sonst einen Fashion-Blog-Krims, sondern nachgeborene auf- bis kurz vor überdrehte Gitarrenbands, die sich auf alles und jeden mit Gebrüll werfen. Stimmt, in Acts wie Courtney Barnett, Yuck oder Pulled Apart By Horses steckt schon einiges drin vom alten Geist des Nordwestens. Aber so richtig über den Green River traut sich doch da auch keiner springen.

Anders, endlich, yeah: Sauropod, ein zu zwei Dritteln langhaariges und zu einem Drittel schnauzbärtiges Eine-Frau-zwei-Männer-Frau-Trio aus Norwegen, das schon auch mal „La! La! La!“ bellt, wenn ihm nach 1:20 Minuten sonst kein Schluss einfällt und ansatzlos einen Doom auszupacken weiß, dass King Buzzo ein Grinsen über die Ikonenbacken huscht. Klingen durch den Nirvana-Kat nach den Pixies, bis hin zu diesen verwunschenen Kim-Deal-Chören und was mit Glockenspiel, bleiben aber eben fast immer richtig gefährlich (los, Subways, anhören und dann sofort auflösen!), haben eben auch diesen ganz alten Dreck der allerfrühsten Seattler Jeanszerfetzer unter den Nägeln, diese glamige Sleazeness und diesen sleazy Glam – soll(t)en, aber das ist ja wohl eh klar, live auf jeden Fall eine Offenbarung sein! Wie, wir sollen das nicht so atemlos herunterschreiben hier. Na hören ´se mal!


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