Femme Africaine Star Feminine Band


Born Bad/Cargo (VÖ: 13.11.)

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Die Republik Benin in Westafrika wird gerne als „afrikanische Schweiz“ bezeichnet, was eine zynische Sicht auf die Dinge ist: Zwar ist die Demokratie im Land verhältnismäßig stabil, doch zeigt das Regime autokratische Züge und leben die allermeisten Menschen weit unter der Armutsgrenze. Das gilt insbesondere für die Bevölkerung im Norden des langgestreckten Staates: Viele Bus- Stunden von der Küste mit den großen Städten entfernt, bieten sich der jungen Generation kaum Perspektiven.

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Insbesondere Mädchen und junge Frauen werden früh in die Erwerbsarbeit für die Familie einbezogen, Zeit für weiterführende Bildung oder für das Ausleben von Leidenschaften bleibt nicht. Hier setzt das Projekt der Star Feminine Band an: In einer ländlich geprägten Region im Norden des Benin folgten sieben Mädchen zwischen neun und 15 Jahren dem Aufruf einer Radiostation, eine Band zu gründen.

Vorkenntnisse waren nicht nötig, Instrumente lassen sich ja lernen, Themen gibt es eh genug: Die Rolle der jungen Frauen in Afrika, die Kraft der Musik, der Einzug der Moderne in alte Strukturen. Nach Proben und Sessions gibt es nun das erste Album der Star Feminine Band. Ein paar Stücke verbreiten Botschaft und Idee des Projekts etwas zu einfach, doch gibt es unter den Tracks ein paar Juwelen des Afro-Beat: „Peba“ mag ein bisschen wackeln, zündet aber dank einer tollen Melodie, „Rew Be Me“ besitzt einen tollen Garage-Soul-Vibe.

„FEMME AFRICAINE“ im Stream hören:


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