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The Avett Brothers True Sadness


American/Republic Records/Universal

Mit „Ain’t No Man“ geht es gleich vielsagend los. Der Basslauf macht im Zusammenspiel mit Handclappings einen absolut einladenden Eindruck, der Refrain ist sehr eingängig und auch ohne Hardrock-Gitarren wird man Erinnerungen an Billy Squier nicht los. „Smithsonian“ fällt mit Banjo und Fiedel im Vergleich dazu konventioneller aus, aber die zwischen Glen Campbell und The Bellamy Brothers liegende Zugänglichkeit ist raffiniert.

Dass The Avett Brothers nach den Jahren ihres amerikanischen Durchbruchs mit I AND LOVE YOU AND LOVE YOU, THE CARPENTER und MAGPIE AND THE DANDELION nicht verzweifelt am frisch erspielten Publikum festhalten wollen, hört man auch an „Satan Pulls The Strings“. Alte Fans werden irritiert auf die Keyboards und den Funk-Bass reagieren, aber die Band macht einfach klar, dass sie heute gerne Offenheit propagiert. Dasselbe gilt für den hartkehligen Approach in „You Are Mine“, die Schwamm-drüber-Mentalität in „Victims Of Life“ oder den Orchestereinsatz in „May It Last“.

Die Mitglieder haben im Vorfeld erklärt, dass dieses neunte Album ein zeitgemäßes Kapitel in ihrem Leben darstelle, in dem Einflüsse von Queen (ja!), Sister Rosetta Tharpe, Tom Petty, Nine Inch Nails, Gillian Welch, Aretha Franklin, Pink Floyd und Calypso und Country von früher vorkommen. Da haben sie nicht zu viel versprochen. Mit ihrer neuen Unberechenbarkeit bringen sie ganz schön Leben in die Behausung.

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