The Clash :: Live At Shea Stadium

Rock mit einem großen R: Strummer, Simonon, Jones und Chitnes hetzen in 50 Minuten durch 16 Klassiker.“

Experience the intensity of The Clash live“, fordert der Sticker auf dem Cover ultimativ, und in der Tat: Was The Clash da als paramilitärischer Stoßtrupp am 13. Oktober 1982 im New Yorker Shea Stadion boten, war fiebriger, großmäuliger, scheppernder, hochexplosiver Rock mit einem verdammt großen R. Und damit passte die Vierer-Bande perfekt auf eine Bill, die vor ihnen David Johansen (of New York Dolls fame) und danach The Who aufbot. Townshend, Daltrey und Co. sollen es schwer gehabt haben, erzählen jene, die dabei waren. Jetzt ist dieser 50-Minuten-Gig und damit ein kompletter Clash-Auftritt in all seinem Glanz und seiner Glorie – das 2005 veröffentlichte FROM HERE TO ETERNITY war ja „nur“ eine Kompilation von Live-Bits aus der gesamten Band-Karriere-endlich offiziell auf Tonträger zu haben. Natürlich ist das alles längst kein Punkrock mehr, natürlich hatten The Clash hier all die Rock’n’Roll-Posen und -Manierismen verinnerlicht, gegen die sie einst zu Felde gezogen waren, natürlich waren die Differenzen längst unüberbrückbar (kurz vorher musste Schlagzeuger Topper Headon seinen Hut nehmen, Jones sollte ihm alsbald folgen). Egal, live at shea Stadium ist ein Dokument der Power, der Würde, der Grandezza, des hell lodernden Feuers von „London Calling“, „The Guns Of Brixton“, „Should I Stay Or Should I Go“, „Rock The Casbah“ und „The Magnificent Seven“. Es war, wissen wir heute, ein letztes Aufflammen. London was drowning and they lived by the river.

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