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The Orwells Terrible Human Beings

Atlantic/Warner

von
Foto: Atlantic/Warner

Anlässlich des letzten Albums dieser jungen Männer aus Chicago wagten wir vorsichtig die Hoffnung, niederzuschreiben, dass das letzte Wort im Indie-Rock womöglich doch noch nicht gesprochen sei. Das war im Sommer 2014 und Indie-Rock galt als deader than dead.

Zweieinhalb Jahre später ist er nun wirklich am totsten. Daran werden auch The Orwells nichts ändern können. Genauso wenig wie sie etwas am Ausgang der US-Wahl drehen konnten – anders als im Clip zur Leadsingle ihrer neuen Platte, „They Put A Body In The Bayou“, nahegelegt. Der Song dazu ähnelt, noch mehr als „The Righteous One“ vom Vorgänger DIS­GRACELAND, an das Werk der Dandy Warhols.

In dieselbe Richtung marschiert der „Hippie Soldier“. Auch die düster-verwaberte „Reprise“ der Leadsingle gegen Ende des Albums hätte sich an dieser oder entgegengesetzter Stelle auf einer Platte der Bohemians aus Portland finden lassen können. Ihnen sind das zu viele Verweise auf die Band um Courtney Taylor-Taylor, den Sie sowieso entweder als Möchtegern-Lou-Reed oder Möchtegern-Evan-Dando empfinden? Dann wissen Sie ja, was die Krux hier ist: Sehr wahrscheinlich wurde eben doch schon alles gesagt im Indie-Rock. Jedenfalls kennen sich die Orwells in seinem Vokabular bestens aus, fügen dem Wort aber keinen neuen Schatz hinzu.

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