The Sadies Colder Streams


Yep Roc/H'Art (VÖ: 22.7.)

von

„COLDER STREAMS is, by far, the best record that has ever been made by anyone. Ever.“ So beginnt ein augenzwinkernder Text von The-Sadies-Sänger und -Gitarrist Dallas Good über das elfte Studiowerk der Kanadier. Tragischerweise ist Good inzwischen tot, im Februar verstorben an einer spät diagnostizierten Herzerkrankung. Das Album erscheint trotzdem. Und Goods großspurige Ankündigung liegt gar nicht mal so daneben: Das von Richard Reed Parry (Arcade Fire) produzierte COLDER STREAMS ist ein zwingendes Exemplar aus dem – zutiefst nordamerikanischen – Klangkosmos des vormaligen Quartetts, in dem die garagigpsychedelische Melodieseligkeit des Paisley Underground Seite an Seite mit Gothic Americana, Surf und Blues reitet.

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The Sadies lassen dichte Gitarrenwände wuchern, schunkeln mit Banjo und Mandoline über die Prärie, umgarnen mit lieblichen Harmoniegesängen und unwiderstehlichen Hooks. Ein dunkler Fiebertraum aus Jangle, Twang und Reverb, der den Sweet Spot zwischen Lieblichkeit und Dreck findet und mit dem Morricone-würdigen Schluss-Instrumental „End Credits“ einen verdient majestätischen Abspann erhält. „Rise! Rise! Up from the ashes and come back to your loved ones / We miss you so much right now“, singt Dallas Good im Song „Message To Belial“. Wie recht er hat.


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