The Wallflowers – The Wallflowers

Daß Jakob Dylans Stimme an die seines Vaters Bob erinnert, kann man ihm schlecht ankreiden. Eher schon, daß er sich auch sonst bemüht, ein braver Filius und allzu gelehriger Schüler von Meister Zimmermann zu sein. Bis in die Phrasierungen hinein, bis hin zu selbst beim späten Bob schon dick aufgetragenen Manierismen wandeln Jakob und seine kalifornischen Wallflowers auf gut befestigten Straßen. Rami Joffe an der Hammondorgel klingt dazu, als sei er AI Koopers Enkel. Dabei starten die fünf Blumenkinder bei ,Shy Of The Moon“ vielversprechend mit einem schwülen Cajun-Touch und erinnern später stellenweise an den frühen Graham Parker, doch nie bricht sich ein eigenes Profil freie Bahn. Raul Fox (Sugarcubes) und Andrew Slater (Worren Zevon) haben lobenswert schnörkellos und trocken produziert, so daß man wenigstens Spaß an den pointiert schlichten Gitarren (Jakob D./Tobi Miller) haben kann.