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Tim Darcy Saturday Night

Jagjaguwar/Cargo

von
Foto: Jagjaguwar/Cargo

„At the end of the river there is more river.“ Schon in „Tall Glass Of Water“, dem ersten Track dieses Albums, macht Tim Darcy klar: Er besitzt den nötigen Wortwitz, um auch außerhalb (s)eines Band-Kontextes zu überzeugen. Interessant ist dabei eines: Die Aufnahmen, die wir hier hören, entstanden im gleichen Zeitkorridor wie das zweite, vielgelobte Ought-Album SUN COMING DOWN, sind also vermutlich durchaus Reaktionen auf die Arbeit der Gruppe. Mit der Musik von Ought hat die Platte einige Eckdaten gemeinsam. Erwähnte Textcleverness, musikalische Einflüsse: Bands wie Pavement oder Sonic Youth spielen auch hier eine Rolle.

Und auch alleine schert sich Darcy nicht um Konventionen, wechselt gerne mal Tempo und Struktur. Insgesamt ist er jedoch breiter aufgestellt, winkt mal respektvoll Richtung (Art)rock der 70er-Jahre, mal Richtung Songwriting, mal Richtung Gospel, mal Richtung Dream Pop, zieht aber alles durch so eine Art Wasserbad, das Kontraste angleicht und den Songs eine klamme, aber eigenartig wuschig machende Feuchte gibt. So formt er das Album überhaupt erst. Das ist wichtig, denn es fängt Ausreißer ein, etwa den ambient durch dekonstruierte Streicherstrukturen schwimmenden Titeltrack und das folgende „Found My Limit“ oder das weiche Klavierklagelied „What’d You Release“.

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