Tirzah Devotion 


Domino/GoodToGo 

von

Kaum ein anderes Album wird in diesem Jahr so gut diese sommerliche Mischung aus Träg- und Zufriedenheit verbinden. Wie schon auf ihrer ersten 12-Inch „I’m Not Dancing“ hat Tirzah auch an ihrem Albumdebüt mit ihrer Schulfreundin Mica „Micachu“ Levi gearbeitet. Deren intuitive, immer leicht schief hängende Produktion hört man DEVOTION an. Noch wichtiger ist aber der besondere Ton der Sängerin Tirzah, dessen Freshness sofort spürbar, aber nicht leicht zu decodieren ist: Immer liegen ihre Vocals auf merkwürdige, aber charmante Weise zwischen gänzlich unbeeindruckt und sehnsüchtig.

Vor allem aber ist da viel Luft in den Songs – zum Denken und Atmen. Die Stimme trägt die Stücke über simple Drumcomputer-Beats, Basslines und einsame Samples. Alles an dieser Musik ist ungezwungen und nie viel schneller als 70 bpm. Die Songs sind superminimalistische Interpretationen von Soul, R’n’B, TripHop und House-Pop. Alles an dieser Musik ist subtiler und verhuschter, als man das von anderen kontemporären Popkünstlern kennt. Große Gesten gibt es keine. Rauschhafte Momente aber trotzdem.

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