White Denim

Performance 

City Slang/Universal (VÖ: 24.8.) 

Eine wahre Riff-Rrrock-Platte, die mehr Raffinesse im Programm hat als erwartet. 

Ein paar Sekunden mit dem Senderdrehknopf durch die Radiolandschaft gefahren und Sound im Häckselverfahren mitgenommen, so beginnen White Denim ihr siebtes Album PERFORMANCE. Man könnte das als kurze Ode an den Rock’n’Roll lesen, den die Band aus Texas live in die Weltbestenlisten und Lobesliedspitzenplätze getragen hat. Doch schon die ersten drei Songs auf der Platte verraten mehr Raffinesse und weit mehr Spiel mit dem Genre Rock, als das so einige der Vorgänger und das Adrenalinprogramm auf der Bühne hätten vermuten lassen.

Es gibt Gitarrenriffs hier, die zu Songbreakern werden und ziemlich weit draußen gelegene Gitarrenklingeltonpassagen, die sich in ein Stück schleichen. Aber klar, das ist immer noch eine Rrrock-Platte, und es geht immer noch um die Macht der Gitarre. Und um die zu zerstören, wird eine andere Gitarre ins Spiel geholt. Dann noch ein paar schöne Handclappings, so zum Lockermachen. Und der winterharte Midtemposong, der am Ende des Albums wie ein Cliffhanger steht. Weiter geht’s mit …? Tipp: mehrfach hören, sich in irre Konstruktionen reinfuchsen. Diese PERFORMANCE bietet mehr Erkundungsraum als erwartet. Mit einem Radio-Schnelldurchlauf ist das nicht getan.

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