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Wolf Alice Visions Of A Life

Dirty Hit/Caroline/Universal

von
Wolf Alice

„You bore me to death. Deplore me? No I don’t give a shit“. Direkt, ehrlich, frei – so gibt sich Ellie Rowsell, Frontfrau von Wolf Alice, im Song „Yuk Foo“, einem harten Rocksong, der an britische Kollegen wie Savages oder PJ Harvey erinnert.

Die Attitüde der Britin wird hier perfekt transportiert: Wer sich Ellie Rowsell in den Weg stellt, der kann sie mal sonst wo. Folgerichtig ist das neue Album von Wolf Alice auch Resultat einer schonungslos durchgesetzten künstlerischen Vision: Ein vielseitiges Werk, dessen Songs oft pendeln zwischen Alternative Rock und synthetischen Klangflächen.

So tragen zum Beispiel Songs wie „Don’t Delete The Kisses“, ein softer Synthie-Pop-Track, oder auch das sphärische „Sky Musings“ zu einer verträumten, aber gleichsam treibenden Grundstimmung bei. Produziert wurde das Zweitwerk von Justin Meldel-Johnsen, der auch schon für das Meisterwerk HURRY UP, WE’RE DREAMING von M83 die Finger am Mischpult hatte.

Ähnlich wie dieses Album spielt VISIONS OF A LIFE mit der Melancholie des Hörers – ein Paradebeispiel ist der Opener „Heavenward“. Doch zu viel vergleichen sollte man Wolf Alice auch nicht, dafür ist Rowsells Gesang zu charismatisch, sind die Songs zu ureigen: So sehr Riot-Grrl sind heutzutage nur wenige, man höre nur „Formidable Cool“.

Das Album endet mit dem acht Minuten langen, mehrteiligen „Visions Of A Life“, das die Ambitioniertheit der Platte noch einmal herausstellt – eine Ambition, die locker erfüllt wurde. VISIONS OF A LIFE – wahrhaft visionär zeigt die Platte, was weiblicher Indie im Jahr 2017 kann. Nämlich sehr, sehr viel.

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