Zwanie Jonson Eleven Songs For A Girl


Staatsakt/Caroline/Universal

Es muss ein glückliches „girl“ sein, das der Hamburger Christoph Kähler alias Zwanie Jonson auf seinem dritten Album mit elf Songs beschenkt. Erhebt der einstige Tour-Drummer (u.a. für Fanta 4 und Fettes Brot) seine angeraute Stimme hier doch zu einer Musik, wie sie beseelter kaum sein könnte.

Quasi im Alleingang eingespielt, atmet ELEVEN SONGS FOR A GIRL spürbar den Geist fein geschliffener West-Coast-Musiken, schert dabei jedoch immer wieder aus: Mal in Form melancholischer Blue-eyed-Soul-Balladen („Now You Got Me“), mal als federleichtes Easy-Listening („You Have A Girl“), mal als groovender Disco-Shuffle („Disco Blue“) und einmal gar in Form eines lustig pumpenden Beats, um den Jonson ein Klanggefüge aus smoother Synthie-Grundierung, Klarinetten-Sprengseln und Harfen-Tönen spannt („Be My Girl“).

Hoffnungslos retro ist das alles, und dabei doch im Übermaß erfüllt von einem unschuldigem Charme, der einen ins L.A. der frühen 70er trägt.


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