Rock-Konzerte im „test“


Konzertkarten kosten bekanntlich eine Stange Geld. Mit diesem Eintrittspreis bezahlt man nicht nur für die ein bis zwei Gruppen, die an diesem Abend angesagt sind, sondern auch für den Hallenservice. Wer von Euch hat nicht schon einmal geflucht, wenn er ewig draußen in der Kälte warten mußte, ehe kurz vor Beginn des Konzertes endlich die Türen aufgemacht wurden. Apropos Beginn des Konzertes: Wer mußte nicht schon wie ein geölter Blitz zur letzten U-Bahn sausen, weil die Jungs statt um 20 Uhr erst eine geschlagene Stunde später auf die Bühne schlurften? Und außerdem: Auf den Toiletten habt Ihr für’s Schlangestehen und verdreckte Klos noch 50 Pfennig berappt, zwei Ordner haben Euch im Polizeigriff aus dem Saal geschleppt, weil Ihr im Gang ein bißchen tanzen wolltet und Eure letzten paar Mark sind für ein schales Bier und eine miese Bratwurst draufgegangen.

Die Abteilung Dienstleistung der Stiftung Warentest in Berlin startete nun eine bundesweite Aktion, in deren Verlauf Karten an Konzertbesucher verteilt werden, auf denen für 22 Rubriken die Noten 1 bis 5 vergeben werden sollen. Das betrifft die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Parkmöglichkeiten, Parkgebühren, die Zahl der Eingänge, die Höhe der Eintrittspreise, Orientierungshinweise, den Ordner-Dienst, Pünktlichkeit und Dauer des Konzertes.die Größe des Saales, Sichtverhältnisse, Akustik, Lautstärke, die musikalische Qualität, die Show, Belüftung, Getränke- und Imbißmöglichkeiten und -Preise, die Stimmung (???), die anderen Leute (?!?!), die Zahl und den Zustand der Toiletten.

Im Frühjahr soll die Auswertung veröffentlicht werden.