Nach Rassismus-Skandal: „Roseanne“ bekommt neue Folgen – nur ohne Roseanne

Vor einigen Monaten startete die Comeback-Staffel der 90er-Erfolgsserie „Roseanne“ auf dem US-Sender ABC und erzielte fantastische Quoten. Zeitgemäß und kontrovers wurde die Darstellung des amerikanischen Mittelstands unter der Präsidentschaft Donald Trumps dargestellt, die Comedy sollte eigentlich auch in den nächsten Jahren mitsamt ihrer Hauptdarstellerin Roseanne Barr laufen. Doch dann leistete sich Barr einen rassistischen Ausfall auf Twitter, der sie den Job und die Serie kostete. Sie beschimpfte eine schwarze Politikerin zugleich als Affe und als radikale Muslima, der Sender ABC zog „Roseanne“ daraufhin direkt den Stecker.

Die erste Staffel der „Roseanne“-Neuauflage wurde nicht mehr komplett gezeigt, auch die Ausstrahlung in Deutschland abgesagt. Cast-Mitglieder griffen Roseanne Barr öffentlich an, Fans und Presse waren entsetzt über ihre Aussagen – obwohl Barr bereits in den vergangenen Jahren mit heftigen Statements in alle politischen Richtungen feuerte und offen Donald Trump unterstützt.

200 Jobs bleiben erhalten

Als Konsequenz und nach Drohungen von Werbepartnern wurde die Serie jetzt abgesetzt, so dachte man zumindest. Doch der Sender ABC wagt jetzt ein Experiment: „Roseanne“ wird ohne die eigentliche Hauptdarstellerin fortgeführt. Der Nachname der Familie Conner wird zum Titel, „The Conners“ wird mit 10 frischen Episoden ausgestattet. John Goodman, Laurie Metcalf, Sara Gilbert, Lecy Goranson und Michael Fishman werden ihre Rollen wieder aufnehmen. Ein Starttermin wurde noch nicht mitgeteilt, im Frühjahr 2019 dürften die ersten Episoden ausgestrahlt werden.

Roseanne Barr selbst bereute in ihrem Statement ihren Rausschmiss, freut sich allerdings für die 200 Crew-Mitglieder, deren Jobs durch „The Conners“ erhalten bleiben.


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