Fast wie #mausgerutscht: Roseanne Barr blamiert sich mit Ausrede für Rassismus

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Am Dienstag beendete Roseanne Barr unfreiwillig ihre Karriere als Schauspielerin: Der Star aus der Serie „Roseanne“, die seit einigen Wochen wieder mit Traumquoten im US-Fernsehen lief, leistete sich auf Twitter einen derart rassistischen Aussetzer, dass ihr Sender die Show direkt absetzte. Barr wurde natürlich ebenfalls gefeuert und erhielt sogar einen Shitstorm ihrer Kollegen.

Es war nicht das erste Mal, dass Barr mit extremen Aussagen auffiel, doch die aktive Trump-Unterstützerin hat es mit einem Angriff auf die schwarze Politikerin Valerie Jarrett völlig übertrieben„Muslim brotherhood & planet of the apes had a baby=vj“, twitterte Barr. Die Politikerin wäre laut Barr also das Baby der Muslimbruderschaft und den Affen aus dem Film „Planet der Affen“. Eine auf vielen ebenen bizarre und rassistische Aussage, die weder die Fans der Schauspielerin noch der zuständige Sender ABC hinnahmen.

„Rassismus ist keine Nebenwirkung“

Kurz darauf hatte Barr sich entschuldigt und einen Rückzug von Twitter angekündigt, woran sie sich aber nicht hielt. Die Schauspielerin schoss lieber noch einmal gegen ihre (ab jetzt) ehemaligen Serienkollegen, die den rassistischen Ausfall verurteilten, und präsentierte eine Ausrede für ihr Verhalten. So soll das Schlafmittel Ambien Schuld an allem gewesen sein.

Ambien, das vom Pharmakonzern Sanifol hergestellt wird, habe Barr laut eigener Aussage in einem betäubten Zustand twittern lassen. Eine Ausrede der Kategorie #mausgerutscht, mit der Beatrix von Storch (AfD) einmal puren Rassismus rechtfertigen wollte. Der Pharmakonzern reagierte mit einem Tweet, der Roseanne Barr noch mehr bloßstellt als sie sich selbst:

Mit „Rassismus ist keine bekannte Nebenwirkung unserer Produkte“ konterte Sanofi die Ausrede der Schauspielerin, die sich im Laufe der Woche zumindest noch anständig bei all den Leuten entschuldige, deren Jobs nun durch das Aus der Sitcom „Roseanne“ verloren gehen.


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